Das Wort Geest bezeichnet eine von Sandablagerungen geprägte Landschaftsform, die während der Eiszeit entstand und zusammen mit der flachen Marsch Dithmarschens Landschaft prägt. Die vergleichsweise höher gelegenen Geestgebiete werden auch als Geestrücken bezeichnet. Sie dienen den Bewohnern der Nordseeküste seit Beginn der dortigen Besiedlungsgeschichte als sicher vor den Sturmfluten der Nordsee. Der sandige Geestboden ist weniger fruchtbar und eignet sich damit nur bedingt für die Landwirtschaft, dafür wachsen dort neben Heide auch kleinere Kiefernwäldchen, was die Geest zu einem guten Ausflugsziel für eine naturnahe Wanderung macht.
Schon gewusst, dass die Geest vor 4.000 Jahren die Küstenlinie bildete?
Wo die Geest hügelig ist, ist die Marsch das genaue Gegenteil. Sie besteht aus fruchtbaren flachen Gebieten, die sich erst nach dem Rückgang der letzten Eiszeit gebildet haben. Marschland gibt es überall auf der Welt an Küsten und Flussufern. Es entsteht durch die Verlandung von Wattgebieten, was entweder auf natürlichem Wege oder durch den Bau von Kögen erreicht werden kann. Da es durch den Bau zahlreicher Entwässerungsgräben trocken gehalten werden muss, um sich nicht in ein Moor zu verwandeln, liegt diese reizvolle Landschaftsform teilweise unter dem Meeresspiegel und würde überflutet werden, wenn die Küsten nicht durch Deiche geschützt wären. Die schweren, nährstoffreichen Böden im ausgeglichenen Küstenklima bieten perfekte Bedingungen für Ackerbau und Viehzucht, was den Bewohnern der Marschregionen viel Wohlstand einbrachte. In Dithmarschen wird intensiv der Anbau von Kohl betrieben.
Eine Wanderung durch unsere wunderschöne Moorlandschaft ist ein weiterer Grund für einen Besuch in Dithmarschen. Zahlreiche Hoch- und Niedermoore haben sich im Verlauf der Jahre hier gebildet. Die ca. 3.500 Hektar große Lundener Niederung mit dem Lundener und dem Krempeler Moor gilt als eines der letzten großen Niederungsgebiete Schleswig-Holsteins. Neben dem Eggstedter Moor, dem Dellstedter Birkwildmoor, dem Dörplinger Moor, dem Süderholmer Moor und dem Fieler Moor gibt es weitere kleinere Moorgebiete, die die Landschaft Dithmarschens prägen. Sie alle stellen einzigartige Naturräume dar, die in Wanderungen, mit dem Fahrrad und teilweise auch von einer Pferdekutsche aus (zum Beispiel Offenbütteler Moor) erkundet werden können.
Der Riesewohld mit seinen rund 700 Hektar ist einer der sehr seltenen Urwälder, die es noch in Deutschland gibt. Dieses Gebiet ist ein interessantes und zugleich ungewöhnliches Ausflugsziel. Daneben bietet Dithmarschen noch eine Vielzahl weiterer Ausflugsziele rund um das Thema Wald, so lädt neben dem Gudendorfer Forst, den Kreistannen, dem Forst Christianslust und dem Albersdorfer Wald auch der Burger Wald mit seinem Waldmuseum und der Kreisforst Welmbüttel zu einer ausgedehnten Wanderung oder Fahrradtour ein. Entschleunigung finden, neue Lebensfreude schöpfen und Energiereserven einmal ordentlich auffüllen. Beim Waldbaden begibt man sich mit allen Sinnen in den Wald zu einem achtsamen Spaziergang.
Schon gewusst, dass es im Forst Christianslust (Gemeinde Quickborn) einen 12 Hektar großen Hundefreilauf gibt?